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Hat mein Baby eine Schädelverformung?

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Wissenswertes zur Plagiozephalie

Was soll ich jetzt machen, wenn mein Baby eine Schädelverformung hat?

In der Regel gilt: Lieber einmal zu viel abklären lassen als einmal zu wenig.

Eine lagebedingte Plagiozephalie lässt sich in den meisten Fällen sehr gut behandeln. Die besten Erfolgschancen bestehen, wenn die Schädelverformung und ihre Ursache früh erkannt werden. Je früher geeignete Massnahmen eingeleitet werden, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Kopfform wieder gleichmässig entwickeln kann.

Wenn dir eine Abflachung des Kopfes auffällt oder dein Baby den Kopf bevorzugt auf eine Seite dreht, empfehlen wir eine Abklärung bei einer Kinderphysiotherapeutin, einem Kinderphysiotherapeuten oder deiner Kinderärztin bzw. deinem Kinderarzt.
Eine fachliche Untersuchung schafft Klarheit und zeigt, ob eine Behandlung notwendig ist.

Was bedeutet Plagiozephalus?

Ein Plagiozephalus ist eine einseitige Abflachung des Hinterkopfes. Umgangssprachlich spricht man oft von einer lagebedingten Schädelverformung oder einem "platten Hinterkopf".

Da die Schädelknochen eines Babys in den ersten Lebensmonaten noch nicht vollständig zusammengewachsen sind, kann sich die Kopfform durch anhaltenden Druck verändern.

Viele Babys entwickeln in den ersten Monaten eine Lieblingsseite und drehen den Kopf bevorzugt in dieselbe Richtung. Liegt der Hinterkopf dadurch immer wieder auf derselben Stelle, kann sich diese mit der Zeit abflachen.

In den meisten Fällen handelt es sich um eine lagebedingte Schädelverformung. Das bedeutet, dass die Schädelnähte normal entwickelt sind und die Verformung durch äussere Einflüsse entsteht.

Ein Plagiozephalus ist in den ersten Lebensmonaten keine Seltenheit und muss Eltern zunächst nicht beunruhigen. Entscheidend ist jedoch, die Kopfform regelmässig zu beobachten und früh zu handeln. Je früher Auffälligkeiten erkannt werden, desto besser kann die Entwicklung der Kopfform unterstützt werden.

Wie kommt es zu einem Plagiozephalus?

Ein Plagiozephalus entsteht, wenn über längere Zeit Druck auf dieselbe Stelle des noch formbaren Babyschädels einwirkt. Da die Schädelknochen in den ersten Lebensmonaten noch nicht vollständig zusammengewachsen sind, kann sich die Kopfform verändern.

Die häufigste Ursache ist eine bevorzugte Kopfhaltung. Manche Babys drehen ihren Kopf fast immer auf dieselbe Seite beispielsweise beim Schlafen, Trinken oder Spielen.

Gründe dafür können eine Lieblingsseite, eine eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule oder eine angeborene Muskelverkürzung (Schiefhals) sein.

Auch wenn interessante Reize wie Licht, Fenster oder die Eltern immer von derselben Seite kommen, kann sich diese Vorliebe verstärken.

Je länger der Druck auf derselben Stelle wirkt, desto ausgeprägter kann die Abflachung werden.

Deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf eine abwechslungsreiche Lagerung und viele Bewegungsmöglichkeiten zu achten.

Grundsätzlich wird zwischen lagebedingter (nicht-synostotischer) und synostotischer Plagiozephalie unterschieden.

Die lagebedingte Plagiozephalie ist mit Abstand die häufigste Form. Sie entsteht durch äusseren Druck auf den noch formbaren Schädel und lässt sich in vielen Fällen durch gezielte Massnahmen und Kinderphysiotherapie positiv beeinflussen.

Die synostotische Plagiozephalie ist deutlich seltener. Hier ist eine Schädelnaht vorzeitig verknöchert, wodurch das normale Schädelwachstum eingeschränkt wird. Diese Form muss ärztlich abgeklärt und häufig durch spezialisierte Fachpersonen behandelt werden.

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